Laserbericht von Devon



Gut, denn aufgrund der Begeisterung und des Interesses, hier mein Bericht:

Die Vorgeschichte muss ich hier nicht erzählen, da wir da alle höchstwarscheinlich eine gemeinsame Geschichte haben.

Der Termin wurde vereinbart und, da die Entfernung zu dem Lasercentrum zu groß war, haben wir das Vorgespräch telefonisch abgehalten. Letztendlich aber ist es aber so, dass der, der sich dafür Interessiert, die Theorie des ganzen ohnehin schon im Großen und Ganzen bereits weiß.

Doch nicht jeder? Macht nichts. Also gebe ich mal das weiter, was ich mir gemerkt habe, und was wesentlich hierfür erscheint.

Haare sind ja wie Unkraut, und befinden sich zu jeder Zeit in verschiedenen Wachstumsstadien. Einmal der anagenen Phase (aktive Wachstumsphase, die so zwischen 2-8 Jahre dauert), der katagenen Phase (Übergangsphase, etwa 1 Monat), und der telogenen Phase (Ruhephase, drei bis sechs Monate), zuletzt fallen sie dann schließlich aus. Dann beginnt der Kreislauf wieder von vorne, und es wird an selber Stelle wieder ein neues Haar gebildet. Wirksam ist die Behandlung mit Alexandrit-Laser nur in der anagenen Phase, um das Melanin, welches für das Wachstum notwendig ist derart zu manipulieren, dass das Wachstum von dem Stadium aus für das Haar unmöglich wird, und dieser o.g. Kreislauf unterbrochen wird. Natürlich sind nicht alle Haare in der gleichen Entwicklungsphase (also der anagenen), sodass mehrere Behandlungen folglich notwendig sind, um wirklich alle Haare zu erwischen.

Der Laser (da gibt’s ne ganze Reihe von verschiedenen Typen, ich bezieh mich aber hier nur auf den Alexandrit Laser, - den kenne ich halt schon) schießt einen etwa 12 mm Durchmesser großen Lichtbündel einer abgestimmten Wellenlänge (eben diejenige, die in die Tiefe des Melanins reicht) auf die entsprechende Hautstelle. Um nun das Empfinden zu mildern, wird das Ganze per Luftstrom oberflächlich gekühlt.

Wichtig: Der Ideale Lasertyp ist extrem hellhäutig, und hat pechschwarze Haare.

So, das zur Theorie, ohne Anspruch auf Vollständigkeit.


Mir wurde gesagt, dass ich die Schamhaare etwa zwei bis drei Tage vor dem Termin nochmal rasieren sollte, was ich auch tat. (Mir hat es zuerst nicht eingeleuchtet, aber warum, das kommt noch später)
Beim Termin selbst, war mir schon ein bisschen komisch dabei. Ich kenne den ja überhaupt nicht, und wer lässt schon gerne wildfremde Leute so intim an sich ran. War aber schließlich nicht so tragisch, was aber immer von dem ersten Moment abhängt, ob einem der Behandelnde sympathisch ist oder nicht, also individuelles Problem.
Als aller erstes kam, wie ist es anders zu erwarten, - die Statistik. Es wurde per Raster eine Stelle mit der dichtesten Stellen meines intimen drei Tage Bartes ausgesucht, und die Haare per Quadratzentimeter ausgezählt, um später den Erfolg messen zu können.
Dann der erste Probeschuss, um die nötige Energie und die Reaktion der Haut aufeinander abzustimmen: Schutzbrille auf und los geht ´s. ... Er hält das Gerät seitlich über dem Schambeinknochen auf die Haarstoppeln, die Kühlung bläst auf die Haut, - angenehm, und dann... Oh Mann! Das Gefühl ist beim aller ersten mal, eine Mischung aus Gummischnippser und einem ganz punktuellem Ziehen. Absolut komisch und nicht unbedingt angenehm. Ich hatte in dem Moment wirklich überlegt, ob ich nicht die Fliege machen soll, vor allem die Vorstellung, es geht noch zu weit sensibleren Zonen als den Schamhügel. Er (der Behandelnde) fragte ganz lieb und besorgt, ob es echt so heftig gewesen sei, weil ich so zusammenzuckte, oder ob ich glaube, dass es geht. Klar, er muss unbedingt wissen, wie viel dass noch geht, ohne dass es unangenehm wird. Woher soll er dein Empfinden ableiten.
So, und hier sei ganz ernst gesagt: Die meisten Helden sind schon alle tot. Hier bloß nicht lügen, und den Harten spielen, das geht meist böse in die Hose, da dann Verbrennungen entstehen können, die extrem lästig sind, logisch. Und da kann der Behandelnde wirklich nix dafür, wenn er getäuscht wird.
Also nach der Kostprobe war erst mal wieder Pause angesagt, da wir zum einen die Hautreaktion abwarten wollten, und sehen wollten, was das Haar dazu meint. Die Haut war ganz normal, und das Haar hat sich nicht ein bisschen herausziehen lassen. Was aber eigentlich üblich sein sollte. – Hab ich halt besonders resistente Haare ;-)
Er hat dann mit einem weißen Stift den ganzen Bereich der Behandlung in Arbeitsfelder unterteilt, um nicht ein und die gleiche Stelle zweimal zu behandeln, da das für die Haut auch etwas zuviel sein könnte. Also für alle Männer: schaut lustig aus, wenn auch der Hodensack so nette Raster bekommt, und der Penis in Radial und Axial eingeteilt wird. Eine Art von Intimpainting;-)
Noch was wichtiges für Männer: Keine Angst, eine Errektion wäre eigentlich genial für die Behandlung, es besteht jedoch bei der Reizsituation keinerlei Chance darauf, der wird eher immer kleiner, als ob er sich am liebsten vor dem Laser verziehen wolle, und macht eher von der Seite aus Probleme, da er dann recht schlecht zu halten ist.
Dann ging es los: Schuss für Schuss, -einer neben den anderen, -Feld für Feld. Das unangenehme Empfinden lässt sehr schnell nach, und es war wirklich gut und locker zu ertragen (gute Musik im Hintergrund hilft hier enorm), sofern die Schüsse nicht zu dicht hintereinander folgen. Hier kann man aber ganz gut mit eingreifen, indem man schon auch sagt, wann es schneller laufen kann, und wann es zuviel wird und schmerzt. Man muss sich das ganze ja so vorstellen, dass jeder Schuss die Haut aufheizt, (das ist es ja, was man eigentlich spürt) ist die Abkühlphase zu kurz, fängt es an heiß zu werden, und das tut weh- also längere Abkühlphase.
An den empfindlicheren Stellen wie Hodensack, oder Penisansatz, hilft es oft auch, wenn man bittet, die Schüsse nicht direkt nebeneinander zu setzen, sondern etwas zu streuen. Ansonsten heißt es hier schon ein bisschen Selbstbeherrschung üben, (- vielleicht an die Steuererklärung denken ;-) )
Jeder Treffer wir begleitet von einem recht lustigen Aufblitzen der Stoppelhärchen. Die werden so schlagartig erhitzt, dass sie eben blitzartig verbrennen. Hört sich schlimm an, tut aber überhaupt nicht weh, da dieses Schauspiel ja gekühlt wird.
Nun gut, nach einer knappen Stunde waren wir komplett fertig (Intimbereich). Die Zeit ist eigentlich recht schnell vergangen und wir haben wirklich viel gequatscht und Spaß gehabt. Ich denke, dass es schon sehr wichtig ist, welchen Draht der Behandelnde und der Kunde in dem Fall zueinander haben. Man stelle sich vor, man liegt da nackt vor einem Fremden, der nicht muh oder mäh sagt. Lästig. Aber allermeist sind die Leutchen, die so was anbieten ja eher von der weltoffeneren Sorte, und damit auf gleicher Wellenlänge ;-)
Zum Schluss bekam ich noch eine kühlende Lotion, die wirklich sehr schön angenehm war.
So! Sieger und alles vorbei, die Haare sind weg. FALSCH!!
Am ersten Tag danach hat sich die leichte Rötung der Haut gelegt, sonst war erst mal nichts weltbewegendes. Am zweiten Tag: Mist, die wachsen ja schon wieder. Dritter Tag waren schon richtige kleine Stoppeln, zwar weniger, aber immerhin so viele, dass ich mich etwas verarscht fühlte.
...Aber da war noch was. Er sagte zu mir, dass es am zuerst den Anschein macht, als hätte sich nichts getan, was aber ein Irrtum ist. Die Haare, die es erwischt hat, treiben sehr langsam nach außen. Diese fallen dann einfach aus. Mit der Pinzette konnte ich probieren, ob es so ist, und wirklich, die hatten überhaupt keinen Halt mehr, und fielen aus. Diejenigen Haare, die davon gekommen sind, würden schneller wachsen, aber das waren verdammt wenige bei mir (Meine blonden Haaranteile am Sack haben natürlich alles überlebt, sind aber nur ganz wenige, und die geben evtl. auch den Löffel ab).
Heute sind nun schon drei Wochen vergangen, und habe mittlerweile überhaupt keine dicken Schamhaare mehr. Lediglich so ganz kleine feine Haare und ein paar mittlerer Stärke wachsen extrem langsam, sodass derzeit ein Rasieren noch absolut unnötig ist. Zumal es auch Spass macht, immer noch die Ausfaller zu ziehen.
In etwa drei Wochen habe ich nochmal einen Termin, um die restlichen Abzuschießen, dann werde ich für einige Zeit meine Ruhe haben. Dann bleibt abzuwarten, was die einzelnen Wachstumsphasen noch auf Lager haben.




Sechs Wochen später


Mit der Zeit sind die feinen kleinen Härchen mit dunkler Farbe, die sich mühsam wieder etablieren wollten auch etwas stärker geworden, aber bei Weitem nicht mehr so stark, dass sie mich stören oder Kratzen würden. Wie erwartet, sind auch einige der blonden Haare aus schon genannten Grund (blonde Haare eignen sich nicht für Laser) wieder nachgewachsen. Aber das wurde mir ja schon vorher erklärt, dass es da immer Probleme geben kann. Aber trotz dem sind auch von denen recht viele weggeblieben.
Also subjektive Bewertung der Situation vor der zweiten Behandlung war, dass etwa 75 % der Schamhaare über dem Penis und am Beutel effektiv weg waren. Was nach kam, war verhältnismäßig dünn und langsam im Wuchs.
Zur zweiten Behandlung sollten wir (Frau und ich) uns etwa 2 Tage vorher rasieren, um eben keine allzu langen Härchen verbrennen zu müssen. Ich denke mal, dass dabei die Oberflächliche Hitzeentwicklung zu groß werden kann, und somit kleine Brandspuren hinterlassen würden.
Also zur zweiten Behandlung:
Wir unterhielten uns erst einmal über die Zwischenzeit, wie sich die Haare verhielten, und ob es irgendwelche Probleme mit der Haut gab. Dann wieder Statistik: Raster auflegen und Haare zählen. Ich hatte richtig geschätzt. Es waren knapp 80 % der Haare nach der Ersten Behandlung vernichtet worden. Also doch ein recht gutes Ergebnis.
Dann ging es wieder los: Weißer Stift, und vom Schambein herab über den Penis und den Hodensack eine Arbeitsfeldaufteilung aufgezogen, damit nicht an der gleichen Stelle zweimal gebrannt wird (wäre nicht unbedingt so tragisch, da der Laser ja nur die existierenden Haarwurzeln im richtigen Stadium zerstört, aber auch unnötig). Das Gerät haben wir diesmal einen Kick schwächer eingestellt, und dann Schutzbrille auf und......Schuss (Shit...)
Ich bin genauso wie beim ersten mal erschrocken, da half alles nichts. Aber dann ist es eigentlich so gegangen. Subjektiv war es so, als würden eben einzelne Haare ausgerissen, was natürlich vom Reiz her recht heftig ist. Wir konnten aber durch die reduzierte Anzahl von Haarwurzeln deutlich schneller Arbeiten als beim ersten mal. Das Reizerlebnis war genauso, wie beim Ersten mal, so sagte ich ihm dann auch nur, wann er schneller, und wann langsamer Arbeiten soll. (Siehe hier auch 1.Bericht) Und so ging es eigentlich recht gut und die Prozedur war diesmal auf eine knappe halbe Stunde erledigt.
Nett war dabei auch noch, dass meine Frau mit dabei sein durfte (weil wir beide einverstanden waren).
Nächster Termin ist nun vorerst absolut nicht mehr nötig, da hiermit so ziemlich alles erst einmal weggeschossen ist, und nicht zu erwarten ist, dass so wahnsinnig viel noch nachkommt. Es kann allenfalls sein, dass im Herbst-Winter evtl. eine kleine Nachbehandlung fällig sein könnte. Aber so, wie die Dinge jetzt stehen, ist die Behandlung mit zwei Sitzungen abgeschlossen. Ganz klar: die blonden Schamhaare werden immer etwas vorhanden sein, aber die Stören dann auch nicht so gewaltig. Muss man halt manchmal einer alten Angewohnheit die Ehre geben, und den Rasierer schwingen.


Also als Abschluss:

Eine Methode, die Schamhaare (und beileibe nicht nur diese) loszuwerden, die zwar überdacht sein sollte (denn weg ist weg) , aber bei weitem die angenehmere Variante, verglichen mit dem Rasieren, oder Eppilieren oder Enthaarungschemie <ätz>.
Noch ein paar persönliche Gedanken zu der Preispolitik (ohne Allgemeingültigkeit):

Es gibt verschiedene Arten, solche Behandlungen dem Kunden zu berechnen:

1) Pro Schuß : (Es wird über die Anzahl der Schüsse abgerechnet)
2) Nach Fläche
3) Nach Zeit
4) Pro Sitzung: (Pauschalrechnung) So hatte ich es

Der Gesamtpreis setzt sich normal wie folgt zusammen: Grundgebühr + Voruntersuchungsgebühr = Einmalig fällige Zahlung für einen Behandlungszyklus

Von da weg werden dann je nach gewählter Methode oben (1,2,3,4) die Behandlungen addiert.

Wenn ich nun aber lese, dass manchen 5 bis 8 (!!! ) Behandlungen á 600 DM benötigen, so habe ich hier meine Zweifel, ob hier der Kunde gut bedient wird. Das sind ja im Extremfall knapp 5 Kilomark!! Davon kauf ich mir ne Menge guter Rasierer. Unter den Umständen hätte ich es niemals machen lassen, da dies in meinen Augen Ausbeuterei ist! Ich mache mir hier schon meine Gedanke, inwieweit manche Anbieter mit der Leistung ihres Lasers auf derart homöophatische Energiemengen zurückschrauben, dass die Haare auf keinen Fall sofort den Löffel abgeben, und somit einträglich für ihr Geschäft handeln. Ich hab lediglich zwei Behandlungen benötigt, und mir ist nichts passiert, außer, dass ich enorm Geld gespart habe.

Doch denke ich, sollte jeder selbst sein eigenes Urteil bilden, und die einzelnen Zentren untereinander kritisch vergleichen. Das Lasercentrum , in dem ich war, dürfte jedenfalls wenig Freunde in den Reihen der Mitanbieter haben.

So, das war es dann also:

Ich, und viele andere, die sich mit dem Gedanken tragen, würden uns aber auch freuen, wenn der eine oder die andere auch mal was dazu schreiben könnten und von ihren Erfahrungen erzählen würden, um hier ein wenig zur Aufklärungsarbeit beizutragen. Wer mich dazu noch was fragen will, kriegt von mir gerne auch eine Auskunft (sofern die Frage in Ordnung ist ;-). Ich bin sowieso manchmal auch im Chat hier.
Die Adresse von dem Laden verrat ich ggf. auch dort, falls es für den einen oder anderen von Interesse wäre.

Fazit: So schlimm ist es nicht, aber man sollte sich den Schritt gut überlegen, denn weg ist nun mal weg. Da gibt’s kein Zurück. Also sollte man evtl. vorher schon ein paar Reizsituationen wie Sauna, Duschraum etc über sich ergehen lassen, um zu wissen, ob man damit zurecht kommt. Später jammern gilt nicht, und die Haare wachsen davon auch nicht mehr. Und steht man nicht vollends zur dauerhaften Entfernung, kann man sich auch nicht über den Erfolg freuen, logisch, oder?


Also liebe Grüße an euch alle

Devon

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